Veronika Picmanova  
Fotografin
 
 
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Den Artikel gibt es auch hier als pdf zum downloaden.


an seite 3

Quelle: Aachner Zeitung vom 05.11.2009

www. zeitungsverlag-aachen.de | www. an-online.de

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STIMMEN AUS DER PRESSE

[...] Insgesamt ist „Fotoreportage Afghanistan Leben & Sehen“ ein wirklich außergewöhnliches Buch, das herrliche Aufnahmen mit hochinteressanten Insider-Informationen zu Land und Leuten und praktischen Tipps für professionelle Fotografie aus erster Hand vereint. Veronika Picmanova schreibt offen, herzlich und locker; die Texte sind nie langweilig, selbst wenn es um technische Dinge geht, sondern aus ihnen sprechen stets Begeisterung und Faszination für das Land. Vor allem die Einblicke in die privaten Seiten der Bewohner, in ihre Häuser, Läden, Arbeitsplätze, und die Vielseitigkeit des hier abgebildeten Fotomaterials machen das Buch ausgesprochen spannend. Fazit: Warmherzig geschrieben, sehr abwechslungsreich und interessant bebildert und getextet - eine Empfehlung nicht nur für diejenigen, die selbst professionell fotografieren, sondern auch für alle, die einen authentischen Einblick in das Leben in Afghanistan haben möchten, das keineswegs überall nur von Krieg und Zerstörung geprägt ist, auch wenn die Autorin diese Themen nicht ausgeblendet hat. (media-mania, November 2009)

Afghanistan aus der anderen Perspektive
[...] Picmanova leitet in Mazar-e-Sharif zwölf Monate lang ein Medienteam der Nato-Schutztruppe Isaf und lebt mit den Soldaten im Camp. Die in dieser Zeit entstandenen Fotos zeigt sie in ihrem ersten Buch „Fotoreprtage: Afghanistan leben & sehen“, das zugleich eindrucksvolle Biografie, Bildband und Foto-Fachbuch ist. (Aachener-Zeitung, November 2009)

[...] Von der richtigen, lowbudgetgeeigneten Ausrüstung bis zur Strategie von Fotoreportagen, vom Leben und Überleben der Menschen, von den essentiellen Anforderungen an den Reporter, den besonderen Chancen einer Frau in diesem Job und in diesem Land bis zu einfühlsamen Fotos über das Land im Kriegszustand und das Leben der Einheimischen und Besatzer im Ausnahmezustand. Es gibt viele Gründe für ambitionierte Fotografen, dieses Buch zu kaufen, zu mögen, zu schätzen und weiter zu empfehlen. Einer davon ist die gezielt mögliche Spende für die Ausbildung afghanischer Kinder (1 EUR aus dem Buchhandelspreis in Höhe von 39,95 EUR) durch den Käufer. (digitalkamera.de, November 2009)

[...] "Afghanistan Leben & Sehen" möchte [...] einen Ausgleich zu der oft einseitigen Berichterstattung in den Medien bieten.
Insgesamt ein sehr gelungenes und vor allem informatives Buch, das einen ungeschönten und umfassenden Einblick in das facettenreiche Land Afghanistan ermöglicht. Ein Buch, von dem man lange Zeit etwas hat, denn immer wieder entdeckt man Neues in den Bildern. (Lizzynet, Oktober 2009)

 

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pressebox

brennpunkt - Magazin für Fotografie 1/2010, S. 51 * Das Magazin gibt es hier als pdf zum downloaden

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Quelle: SZ vom 11.03.2009

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www.merkur-online.de

Licht und Schatten

11.03.09|Fürstenfeldbruck

Olching - Anlässlich des Olchinger Frauentages hat die in Prag geborene Filmemacherin und Fotojournalistin Veronika Picmanova ihre Arbeiten im KOM vorgestellt.

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Picmanova hat mehrere Jahre in Afghanistan gelebt. Ihre Fotos unter dem Titel „Licht und Schatten“ beleuchten die Lage der Frauen und Mädchen dort. Bürgermeister Andreas Magg und den anderen Besuchern berichtete die Fotografin auch über ihre Arbeit bei einem Projekt für Frauenrechte. (tb)

hier gibt es den Artikel zum Nachlesen:www.merkur-online.de

 

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www.kreisbote.de

Den moderaten Taliban gibt es nicht - Erfahrungsbericht beim Internationalen Frauentag in Olching

 

Nachrichten von Kreisbote
Fürstenfeldbruck, Mi, 11.03.09 14:36


Veronika Picmanova, berichtete beim Internationalen Frauentag in Olching von den Erfahrungen während ihres zweijährigen Projekt-Aufenthaltes in Afghanistan.

Von HEDWIG SPIES, Olching -

Vom Schicksal der afghanischen Frauen berichtete Veronika Picmanova beim Internationalen Frauentag in Olching mit eindrucksvollen Bildern und Schilderungen. Die Medien-Dozentin und freie Fotografin war insgesamt über zwei Jahre im Rahmen von Projekten der „Deutschen Welle-Akademie“ und der internationalen Schutztruppe der NATO (ISAF) in Kabul und Mazar-e-Sharif tätig. Nach ihren Erfahrungen befragt, sagte die gebürtige Tschechin Picmanova: „ Ein Großteil der afghanischen Frauen ist immer noch von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt bedroht.“

Frau Picmanova, Sie sind Fotografin/Dozentin/Mediengestalterin - in dieser Funktion haben Sie Afghanistan erlebt. Wie leben Frauen in Afghanistan?

Veronika Picmanova: Sehr unterschiedlich. Wie so oft kann man nicht verallgemeinern. Manchen Frauen, vor allem in Kabul, geht es auch nach unseren Maßstäben nicht schlecht. Sie haben auch ähnliche Interessen wie wir hier in Europa. Sie hören gerne Musik, tanzen, gehen shoppen, dies aber eher in der Gruppe mit Familienmitgliedern. Und sie dürfen ihre indische Lieblingssoap nicht verpassen- vorausgesetzt es gibt Strom. Aber für die meisten, insbesondere in ländlichen Gebieten, hat sich seit dem Sturz der Taliban nicht viel geändert. Noch immer beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen in Afghanistan 44 Jahre. Die Mütter- und Kindersterblichkeit ist die zweithöchste der Welt, beinahe gleichauf mit Sierra Leone. Noch immer ist es die Regel, dass Frauen zwangsverheiratet werden, es ihnen verboten wird, wenn überhaupt, alleine das Haus zu verlassen und sie tagtäglicher Gewalt ausgesetzt werden. Nur sind es jetzt verstärkt die Familien und die Gesellschaft von denen dies ausgeht, nicht der Staat.

Sind Ihnen Fälle bekannt, in denen Frauen verätzt wurden oder eine andere Art der Gewalt erfahren haben?

Veronika Picmanova: Zu viele um sie hier aufzuzählen. Ein Großteil der afghanischen Frauen ist immer noch von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt bedroht. Ich sage bewusst bedroht, denn ich will sicher nicht behaupten dass sie alle diese Gewalt auch tatsächlich erleben, aber die ständige Gefährdung ist ein grundsätzlicher Teil des Lebens der meisten Frauen dort und für sich genommen bereits eine Gewalterfahrung. Aber um Ihre Frage etwas spezifischer zu beantworten, möchte ich nur auf einen Fall der jüngeren Vergangenheit hinweisen. So wurden letztes Jahr 15 Mädchen in Kandahar, auf dem Weg zur Schule mit Säure bespritzt. Eines davon hat dabei sein Augenlicht verloren.

Wie hoch ist der Prozentsatz der Analphabetinnen in Afghanistan? Haben Sie den Eindruck, dass sich die Situation auf dem Bildungssektor positiv verändert?

Veronika Picmanova: Je nachdem wen Sie fragen, bewegt sich das irgendwo zwischen 80 und 90 Prozent. Auch hier gibt es aber große regionale Unterschiede. Es gab sicher starke Verbesserungen, aber leider ist momentan wieder ein gegensätzlicher Trend zu beobachten, da gerade Schülerinnen und Schulen verstärkt Opfer von Drohungen und Gewalt werden. Ich weiß nicht wie verlässlich diese Zahlen sind, aber ich habe gehört das bis zu 600 Schulen geschlossen werden mussten weil es zu gefährlich geworden ist sie offen zu halten.Das wirft natürlich den Aufbau des Landes weit zurück, da eine echte Verbesserung der Situation ganz entscheidend vom Zugang zu Bildung für die junge Generation abhängt, nicht zuletzt für die Mädchen.

Können Sie den Alltag der Frauen und Kinder in Afghanistan beschreiben?

Veronika Picmanova: Einige Aspekte des Frauenalltags habe ich bereits angeschnitten. Allgemein gilt jedoch: Das alltägliche Leben, ob privat oder beruflich, spielt sich innen ab, selten draußen, in der Öffentlichkeit.

Äußerten sich Afghanen Ihnen gegenüber offen über die Situation im Land? Gibt es die moderaten Taliban, mit denen die USA angeblich in ein Gespräch eintreten möchten?

Veronika Picmanova:: Ja, sogar sehr oft. Man kann wirklich sagen, dass alle den langen Krieg und die stetige Instabilität in ihrem Land satt haben. Sie wünschen sich einfach nur Ruhe und ein "normales" Leben ohne Angst und Terror. Und für viele heißt das auch ohne fremde Einmischung. Und nein, den "moderaten Taliban" gibt es schon per Definition nicht. Diese Leute sind Fanatiker und ihr Weltbild somit ganz klar in Schwarz und Weiß geteilt. Kompromisse kann es da nicht geben. Allerdings gibt es viele die sich nur als Taliban bezeichnen - sei es aus Opportunismus oder Sympathie mit deren Ideologie. Bei diesen Leuten könnte es, mit viel Geduld und vielen Änderungen in der amerikanischen Vorgehensweise, irgendwann die Chance zur Zusammenarbeit geben.

Weitere Informationen: http://www.veronika-picmanova.de

Veronika Picmanova war 1 1/2 Jahre in Kabul für das Projekt der Deutschen Welle als Ausbilderin der afghanischen Techniker beim staatlichen Fernsehsender RTA (Radio Television Afghanistan) tätig. Das weitere Jahr war Frau Picmanova für die internationale Schutztruppe der NATO (ISAF) als Fotojournalistin und Forward Media Team Leader" in Mazar-e Sharif engagiert.

hier gibt es den Artikel zum Nachlesen: www.kreisbote.de